ROCK HARD RICHTERSKALA

Die Top 3 der ROCK HARD Richterskala (RH #369, Feb. 2018)

Exklusiv im Teufel Blog: Teufel präsentiert jeden Monat in Zusammenarbeit mit dem „Zentralorgan der Heavy-Metal-Fans“ (Spiegel), der Zeitschrift ROCK HARD, die Top 3 des Monats der ROCK HARD Richterskala.

Platz 1 > TRIBULATION > Down Below

Label: Century Media/Sony
Spiellänge: 46:38 min
Veröffentlichung: 26.01.2018

Rezension von Boris Kaiser (ROCK HARD)
Seine Bewertung auf der Richterskala: 8

Während Zompf Kupfer Frollein Malon jedes Mal schier rasend macht, wenn er, seine glänzende Rübe ins Damenbüro haltend, lediglich neckisch fragt, ob es sich bei TRIBULATION denn WIRKLICH um Vampire handelt, sind die Schweden bzw. ihre Plattenfirma im Presse-Info schon weiter: „Jugendstil-inspired Death“ ist ´ne Ansage, aber wenn man sich Gestus und Habitus, von der Musik ganz zu schweigen, von Jonathan Hultén & Co. ansieht, ist das ja nicht so weit weg von der Wahrheit, die Band hat bereits in (relativ) jungen Jahren eine eigene Aura entwickelt, sie ist – und das findet man nach wie vor sehr selten – deutlich mehr als die Summe ihrer Teile.

Böse Zungen könnten nun nachfragen, ob die Songs des Vierers, das ist ein bisschen wie bei den Kumpels von Watain, denn eigentlich mit dem ganzen Brimborium mithalten, schließlich sucht man auf TRIBULATIONs Drehern immer noch den großen Hit, der den endgültigen Durchbruch bringt, der Opener ´The Lament´ ist da diesmal zumindest nahe dran mit seiner deutlichen Early-Moonspell-Schlagseite. Aber vielleicht sollte man halt einfach akzeptieren, dass man in Stockholm lieber Deathspell Omega als Theatre Of Tragedy sein will, wer könnte es ihnen verdenken.

Das auflockernde Instrumental ´Purgatorio´ nimmt mich weniger mit als ´Själaflykt´, der Album-Höhepunkt von „The Children Of The Night“, der Rest auf „Down Below“ ist überraschend homogen, auch und gerade in seiner Qualität: Am krächzigen Gesang von Frontmann Johannes Andersson gibt´s nichts auszusetzen, aber es sind letzten Endes die toll akzentuierten Gitarren von Hultén und Adam Zaars, die ´Nightbound´, ´Subterranea´ oder ´Here Be Dragons´ auch über längere Zeit zu nahrhaftem Kraftfutter machen, in der Anmutung vielleicht zerbrechlich, im Kern aber hart wie ein Diamant.

Album Cover
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Platz 2 > LONG DISTANCE CALLING > Boundless

Label: InsideOut/Sony
Spiellänge: 49:23 min
Veröffentlichung: 02.02.2018

Rezension von Tobias Blum (ROCK HARD)
Seine Bewertung auf der Richterskala: 8,5

Noch konsequenter als auf „Trips“ widmen sich LONG DISTANCE CALLING exakt dem, was sie am besten können, nämlich instrumentalem Abenteuer-Metal. Kein Gesang, nirgends. Dafür allenthalben brillante Grooves, die in mehr brillante Grooves münden, dazu immer wieder diese epischen Melodien, die in jedem einzelnen Song warten.

So weit, so fabelhaft, in diesen Dingen macht dem Kollektiv schon seit vielen Jahren niemand mehr etwas vor. Umso spannender sind die Details und der Reichtum an Klangfarben, mit dem LONG DISTANCE CALLING ihren inzwischen durchaus gefestigten Stil zu wahrer Größe erheben. Da wäre etwa der neunminütige Opener ´Out There´, der über ein würdig dramatisches Finale verfügt, ganz am Ende jedoch mit einer einsamen, eindringlichen Melodie ausklingt, die einen noch in tiefste Träume verfolgt. Oder die sphärischen Gitarrenakkorde, in die das thrashige Riffing von ´Ascending´ mündet. Oder die Sci-Fi-Synthies im wie ein Roadtrip durch eine nächtliche Metropole klingenden ´In The Clouds´. Oder das filigrane Klavier/Gitarren-Break, mit dem ´On The Verge´ sein Finale einleitet, um dann doch nicht ganz zur Auflösung zu kommen. Oder einfach die schiere, gewaltige Heaviness von ´Skydivers´.

Es gibt viel zu entdecken, (wieder) befreit von den Fesseln konventionellen Songwritings legen LONG DISTANCE CALLING mit „Boundless“ eines ihrer stärksten Alben vor.

Album Cover
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Band Foto
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Platz 3 > MAGNUM > Lost On The Road To Eternity

Label: Steamhammer/SPV
Spiellänge: 66:51 min

Rezension von Boris Kaiser (ROCK HARD)
Seine Bewertung auf der Richterskala: 8,5

Ein wenig erinnert der unprätentiös-straighte „Lost On The Road To Eternity“-Opener ´Peaches And Cream´ an die „Goodnight L.A.“-Eröffnung ´Rockin´ Chair´, aber im Gegensatz zum (großartigen!) „amerikanischsten“ MAGNUM-Album (von 1990) präsentiert der 20. (!) Studio-Dreher der Briten schon ab dem wundervollen ´Show Me Your Hands´ an zweiter Stelle nahezu ausschließlich „klassische“ Tony-Clarkin-Kompositionen, gewohnt bombastisch und voller Pomp umgesetzt, dabei aber niemals ins Banale und Kitschige abdriftend – was MAGNUM nach wie vor kaum jemand nachmacht und diesmal noch erwähnenswerter als sonst erscheint, weil mit Drummer Harry James und vor allem Keyboarder Mark Stanway zwei wichtige abhanden gekommene Band-Säulen ersetzt werden mussten (Neu-Tastendrücker Rick Benton steuert sogar diverse gelungene eher ungewohnte Sounds bei, die immer wieder an Harold Faltermeyer erinnern).

Ich bin ja generell kein Fan von allzu langen Alben, von den elf Songs hier mutet aber tatsächlich keiner überflüssig an, ein paar können sogar klipp und klar mit den großen Highlights im Katalog mithalten, das konzentrierte ´Storm Baby´, der brillante, extrem eingängige, mit liebevoll arrangierten Tobias-Sammet-Gast-Vocals aufgepeppte Titeltrack, die fast schon, nun ja, exaltierte Hymne ´Without Love´ oder das eher traurige als melancholische ´Glory To Ashes´ zum Beispiel.

Die dem Digipak beiliegende Bonus-Live-CD mit vier Tracks (bitte zur oben stehenden Spielzeit dazuaddieren!) hätte es trotz ihrer Güte als Goodie gar nicht gebraucht, sie zeigt aber zusammen mit dem erneut einzigartigen Rodney-Matthews-Artwork, dass nicht nur MAGNUM selbst nach wie vor an MAGNUM glauben, sondern auch die dahinterstehenden Businesspartner. Schon jetzt eines der zwingenden Hardrock-Alben 2018!

Album Cover
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Band Foto
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Gewinnspiel: Top 3 Alben Februar 2018 (beendet)

Das Gewinnspiel lief bis Sonntag, 25.02.2018 (23.59 Uhr) . Die Gewinner sind in den Kommentaren ausgewiesen. Das waren die > Teilnahmebedingungen (PDF)

Hinweis: Alle Platzierungen in diesem Blog beziehen sich auf Rock Hard Ausgabe 01/2018, Rock Hard #369

About: Richterskala

Für die Richterskala hören elf ROCK-HARD-Experten die neuesten Platten ab und bewerten diese jeder für sich von 1 (mies) bis 10 (Spitze). Die Summe gibt die Stärke des Schwermetalls auf der Richterskala an. Geballte Expertise hoch 11

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  1. Gabriel
    25. Feb. 2018, 19:00

    Mein Herzwunsch ist:
    LONG DISTANCE CALLING: Boundless

  2. Monika Dalmatiner Prinz
    25. Feb. 2018, 15:36

    Magnum – lost on the road to eternity

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Teufel Blog Redaktion

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