ROCK HARD RICHTERSKALA

März 2018: Die Top 3 der ROCK HARD Richterskala (RH #370)

Exklusiv im Teufel Blog: Teufel präsentiert jeden Monat in Zusammenarbeit mit dem „Zentralorgan der Heavy-Metal-Fans“ (Spiegel), der Zeitschrift ROCK HARD, die Top 3 des Monats der ROCK HARD Richterskala.

Platz 1 > NECROPHOBIC > Mark Of The Necrogram

Label: Century Media/Sony
Spiellänge: 48:14 min
Veröffentlichung: 23.02.2018

Rezension von Mandy Malon (ROCK HARD)
Ihre Bewertung auf der Richterskala: 8

Auch wenn Tobias Sidegård definitiv ein starker Sänger ist, der NECROPHOBICs aggressive und bedrohliche Aura mit seinen abgefuckten Vocals wirklich perfektioniert hat, war der Schritt der Band, sich von dem Frontmann, der 2013 wegen häuslicher Gewalt seiner Frau gegenüber im Gefängnis saß, zu trennen, ein absolut richtiger. Während sich die Schweden in mehreren Statements klar von derartigem Verhalten distanzierten, hatten sie parallel im selben Jahr noch mit dem Suizid von Gitarrist und Mitgründer David Parland zu kämpfen. Also musste sich die Truppe zur Hälfte neu formieren: Sebastian Ramstedt und Johan Bergebäck (beide ex-Nifelheim, ex-Black-Trip, ex-Exhumed) sind zurück an der Gitarre, und Anders Strokirk, der NECROPHOBICs Debüt „The Nocturnal Silence“ (1993) eingesungen hat, tritt in die Fußstapfen Sidegårds.

Herausgekommen ist „Mark Of The Necrogram“, ein Album, das fast an alte Erfolge anknüpfen kann und immer noch für sehr guten Black-Death steht. Sidegårds Ecken und Kanten in der Stimme haben das Ganze ziemlich übel und brutal klingen lassen, was mit Strokirk an der Front ein wenig fehlt und etwas glatter wirkt. Dafür bleiben NECROPHOBIC rein musikalisch eine Wucht: Das Brachiale des Death wird mit der blasphemischen Messerschärfe des Black zu einer ziemlich dynamischen, kraftvollen und unaufhaltsamen Bestie, die von Vielfalt sowie fast schon infernalischem Rasen geprägt ist und mit partiell auch mal heulenden, (w)irren Gitarren (´Mark Of The Necogram´) oder schaurigen Intros (´Odium Caecum´) herausragend abgerundet wird. Das fast schon traditionelle Instrumental findet sich diesmal am Ende der Platte, heißt ´Undergången´ und ist ein schaurig-schöner Abschluss für ein wirklich starkes Werk.

Album Cover
Left to right: Johan Bergebäck (rhythm guitars), Joakim Sterner (drums), Sebastian Ramstedt (lead guitars), Anders Strokirk (vocals), Alexander Friberg (bass)

Platz 2 > THE TEMPERANCE MOVEMENT > A Deeper Cut

Label: Earache/Warner
Spiellänge:43:25 min
Veröffentlichung: bereits erschienen

Rezension von Michael Rensen (ROCK HARD)
Seine Bewertung auf der Richterskala: 8,5

THE TEMPERANCE MOVEMENT gehören zu den ganz wenigen zeitgenössischen Bands, bei denen es oft nur einen Ton, einen Akkord, eine Klangfarbe braucht, um die Seele in Schwingungen zu versetzen. Jenseits aller Retro-Rock-Klischees knüpfen die Briten qualitativ nahtlos an ihre phänomenalen ersten beiden Alben an und klingen phasenweise wie völlig unnölige Stones oder Faces mit The-Band-Urwüchsigkeit und dezenter Thunder-Schlagseite.

In ein sensationell austariertes, warmes Soundgewand ohne digitale Verfettungen gekleidet, verströmt ausnahmslos jeder der völlig eigenständigen, enorm ideenreichen zwölf Songs eine emotionale Magie, bei der man vor Freude heulen möchte. Egal ob schnörkelloser Hardrock (das auf unserer letzten „Lauschangriff“-CD vertretene ´Caught In The Middle´), funkiger Soul (´Love And Devotion´), Feinfühlig-Balladeskes (´A Deeper Cut´), Southern-Bluesiges (´Backwater Zoo´), gediegene Epik (´Another Spiral´) oder fast schon radiokompatibler R&B (´There´s Still Time´) – jeder Refrain ist ein kitschfreier sonischer Sonnenaufgang, und statt sich einzelne Tracks rauszupicken, hört man einfach das komplette Album ein zweites Mal. Und ein drittes. Und ein viertes. Und…

Album Cover
The Temperance Movement / Shot in Shoreditch by Rob Blackham / www.blackhamimages.com

Platz 3 > VOJD > The Outer Ocean

Label: High Roller/Soulfood
Spiellänge: 42:34 min
Veröffentlichung: bereits erschienen

Rezension von Boris Kaiser (ROCK HARD)
Seine Bewertung auf der Richterskala: 8

Bietet schon jemand „Rock´n´Roll Consulting“ an? Es ist mir ein absolutes Rätsel, warum sich die im Underground sehr geschätzten Schweden Black Trip nach u.a. dem Ausstieg ihres Drummers Jonas Wikstrand (für ihn kam der 53-jährige Order-Of-Isaz-Schlagwerker Anders Bentell) in VOJD umbenannt haben – nur um, allen Unkenrufen und eigenem Bekunden zum Trotz, mit „The Outer Ocean“ ein Album aufzunehmen, das durchaus wie der dritte Black-Trip-Dreher klingt – mit etwas geringerer NWOBHM-Schlagseite, dafür ein paar „Experimenten“ mehr.

Die gute Nachricht: „Typisches“ Band-Futter wie der Classic-Hardrock-Anfang ´Break Out´/´On An Endless Day Of Everlasting Winter´, das erneut auf einen ollen Scorpions-Groove zurückgreifende ´On The Run´, das zügige ´Heavy Skies´ oder das – auch das findet sich noch – Thin-Lizzy-Generikum ´Delusions In The Sky´ zündet spätestens nach dem zweiten, dritten Durchlauf, vielleicht wären es mit einer etwas strafferen Produktion sogar die Hookline-technisch zwingendsten, ähem, Black-Trip-Songs überhaupt.

Die schlechte Nachricht: Die erwähnten „Experimente“ sind leider durchweg für die Katz´. Das ruhige ´To The Light´ fällt am Ende kaum auf, und den versponnenen Psych-Rock des Titelsongs können andere Acts einfach besser, den völlig missratenen „Blues“ ´Dream Machine´ muss man hingegen regelrecht ertragen, ein schon nicht mehr „nur“ langweilender, sondern schlicht nervender Totalausfall, wie er im Buche steht.

Noch mal: Alles in allem läuft „The Outer Ocean“ durchaus als starkes, manchmal sogar sehr starkes Retro-Hardrock-Album ins Ziel und löst den letztmonatigen Deadheads-Dreher im Player prima ab. Ich habe halt nur irgendwie das Gefühl, dass die Platte im VÖ-Dschungel komplett untergehen wird…

Album Cover
Band Foto

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Gewinnspiel: Top 3 Alben März 2018 (beendet)

Das Gewinnspiel lief bis Sonntag, 25.03.2018 (23.59 Uhr) . Die Gewinner sind in den Kommentaren ausgewiesen. Das waren die > Teilnahmebedingungen (PDF)

Hinweis: Alle Platzierungen in diesem Blog beziehen sich auf Ausgabe 03/2018, Rock Hard #370

About: Richterskala

Für die Richterskala hören elf ROCK-HARD-Experten die neuesten Platten ab und bewerten diese jeder für sich von 1 (mies) bis 10 (Spitze). Die Summe gibt die Stärke des Schwermetalls auf der Richterskala an. Geballte Expertise hoch 11

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Produktbild: Teufel
Billder (alle anderen) : publiziert mit freundlicher Genehmigung von ROCK HARD

 

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März 2018: Die Top 3 der ROCK HARD Richterskala (RH #370)
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  1. Robert
    25. Mrz. 2018, 22:18

    THE TEMPERANCE MOVEMENT ist meins^^

  2. Renate
    25. Mrz. 2018, 19:30

    VOJD > The Outer Ocean ist mein Favorit.

  3. Victoria
    25. Mrz. 2018, 11:30

    THE TEMPERANCE MOVEMENT > A Deeper Cut <3 Wow was für ein super tolles Gewinnspiel von euch Der Gewinn ist ja mega klasse..!! ❤ Der Hammer!! Versuche sehr gerne mein Glück fest die Däumchen gedrückt ✊ würde mich riesig darüber freuen Danke euch dafür! Ihr seid Spitze

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Teufel Blog Redaktion

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