Heimkinosaal mit teufel System 10

Das System 10 THX Ultra 2 genau betrachtet

Der Nachfolger des Theater 10 Heimkino-Systems, das System 10 wartet mit einigen Veränderungen und Verbesserungen gegenüber dem Theater 10 auf. Dieser Bericht zeigt auf, wo genau die Unterschiede beider Sets liegen:

Fangen wir bei der Front-Box S1000FCR an. Die alte Front-Box M1000FCR vom Theater 10 war eine 4-Wege Box, jetzt sind es nur noch 3 Wege, welche dem Abstrahlverhalten sehr entgegenkommen. Des Weiteren wurde durch den neuen, einzelnen 5-1/4“ und den einzelnen Hochtöner etwas Membranfläche aufgegeben, was allerdings im Zuge der 3-Wege-Lösung für entspanntere Filter sorgt, die gut für die Phasenlagen zwischen den Treibern sind und somit ein natürliches und räumliches Klangbild sorgen. Außerdem liegt der Gesamtwirkungsgrad um ca. 2 dB über dem der M1000FCR, was den Verlust an Membranfläche wieder ein Stück weit ausgleicht.

Ähnlich wie bei dem dem System 5 und System 8, haben wir die S1000FCR mit dem gleichen Bespannrahmen ausgestattet, der den Frequenzgang in minimaler Weise beeinflusst, da exponierte Kanten vor oder neben der Mittelhochtoneinheit nicht existieren. Es dämpft lediglich die Frequenzen oberhalb 6000Hz um 1-1,5 dB. Und das sehr gleichmäßig und breitbandig.

Größe des Teufel System 10 im Vergleich zum Menschen

Die flachen Membranen sorgen dafür, dass ebenfalls im Mittelhochtonbereich weniger Kanten vorhanden sind, und vor allem keine Trichter. Beide Faktoren verursachen im Frequenzgang „dips“ und „peaks“. Die sind schädlich für eine verfärbungsfreie Wiedergabe und sie verschieben sich, je nach der Position und dem Winkel, unter dem man die Box hört. Das gilt auch für frühe Wandreflektionen. Sie klingen aufgrund von Diffraktion ggf. ganz anders als der Direktschall. Dem wirken wir mit dem Rahmengitter und den flachen Treibern entgegen. Die ebenen Membranen bündeln den Schall zwar etwas früher (bei niedrigeren Frequenzen) als normale Konustreiber, das ist aber nicht schlimm, da wir aufgrund des besseren Wirkungsgrades und der hohen Belastbarkeit der Treiber einfach die Übergangsfrequenzen so tief legen konnten, dass der Einfluss der Bündelung nicht mehr relevant ist.

Bei den Dipol-Effektlautsprechern S1000D wurden keine Veränderung gegenüber dem M950D vorgenommen, bis auf die Farbe des Stoffs auf dem Bespannrahmen. Unser Dipol kann aber aufgrund des recht hohen Wirkungsgrades von ca. 88-89 dB (an der Wand montiert) durchaus in größeren Räumen, als die vorgegebenen 30 m², genutzt werden.

Am Subwoofer-Koloss S10000SW wurden hauptsächlich die Töner optimiert. Die bewegte Masse ist von etwa 340g auf 180g gesunken, das bringt im oberen Frequenzband, oberhalb 50 Hz mehr Wirkungsgrad. Weiterhin wurde der maximale Hub um ca. 80% vergrößert, ohne dass die Spule im Luftspalt an andere Teile stößt. Der Töner im M12000SW konnte +/- 10 mm Hub ausführen und wurde danach sehr drastisch in der Auslenkung begrenzt. Jetzt macht die Membrane +/- 18 mm linearen Hub und hat danach noch 14 mm Auslaufzone in beide Richtungen. Also einen nicht-linearen Hub von 32 mm, im Gegensatz zum Theater 10 Sub, der lediglich ca. 15 mm in beide Richtungen aufwies. Dieser Umstand macht den Töner sehr leistungsfähig bei sehr geringem Klirr. Die Endstufe des S10000SW wurde bei 750 W und 2 Ohm unverändert gelassen. Der S10000SW spielt jetzt knappe 3dB lauter, als sein Vorgänger, der für diesen Schalldruck etwa die doppelte Leistung bräuchte.

Das System 10 THX Ultra 2 genau betrachtet
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Teufel Redaktion

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