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Was sich mit Bluetooth 5 ändert – und was nicht

Bluetooth 5 wird entweder Ende 2016 oder Anfang 2017 eingeführt. Die Bluetooth Special Interest Group (SIG)  – einer Gruppe von Unternehmen, welche die Bluetooth-Entwicklung vorantreiben  – hat in einer Pressemitteilung angekündigt, dass die neue Version des Industriestandards unter anderem deutlich mehr Reichweite und wesentlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten erreichen wird. Auf die Übertragung von Audiodaten zur Musikwiedergabe werden die Neuerungen allerdings keinen großen Einfluss haben. Denn Bluetooth 5 wurde in erster Linie für das Internet der Dinge (IoT) entwickelt.

Die Neuerungen von Bluetooth 5

Die SIG hat für Bluetooth 5 große Steigerungen bei Leistung und Kapazitäten angekündigt:

  • Verdopplung der Übertragungsgeschwindigkeit
  • Vervierfachung der Reichweite
  • Verbesserte Übertragungs- und Komprimierungsverfahren
  • 800 Prozent mehr Kapazität bei Broadcast-Paketen

In welchen Bereichen Bluetooth 5 zum Einsatz kommt

Bluetooth ist als funkbasierter Standard in vielen Bereichen einsetzbar, z. B. bei der Übertragung von Audio-, Video- und Sensordaten. Eine wichtige Entwicklung hat die SIG dabei mit Bluetooth 4 eingeführt: die Protokollarchitektur Bluetooth Low Energy. Auf diese Low-Energy-Anwendungen beziehen sich auch die Neuerungen von Bluetooth 5.

Wichtige Vorteile dieser Protokollarchitektur sind der sehr schnelle Verbindungsaufbau und der geringe Energieverbrauch. Der energieeffiziente Datentransfer wird unter anderem durch kurze Ruhephasen zwischen den Sendezyklen erreicht. Das ist beispielsweise für Anwendungen in der Gebäudeautomatisierung oder bei Wearables (Fitnessarmbänder) sinnvoll, weil dabei häufig in unterschiedlichen Abständen kleine Datenmengen verschickt werden. Für die Audio-Übertragung (Bluetooth-Profil A2DP) sind Low-Energy-Übertragungen deswegen nicht geeignet – der Datenstrom muss schließlich kontinuierlich sein. Zudem wären die dazu erforderlichen Datenmengen zu groß für Low Energy.

Welche Reichweiten und Geschwindigkeiten Geräte mit Bluetooth 5 erreichen werden, hängt letztlich von den Chip- und Geräteherstellern ab. Es bleibt außerdem abzuwarten, ob und wie schnell die Gerätehersteller den neuen Standard verbauen werden. Wichtig ist, dass er abwärtskompatibel ist. Wer also ein Smartphone mit Bluetooth 5 besitzt, wird die Musik über einen Lautsprecher mit Bluetooth 4 oder 3 abspielen können.

Zeigt Bluetooth 5 künftig, wo es langgeht?

Das sogenannte Broadcasting über Bluetooth ist ein Übertragungsverfahren, das ohne das bekannte Pairing zwischen zwei Geräten funktioniert. Sender können dabei Daten zu mehreren Empfängern innerhalb der Reichweite ohne direkten Verbindungsaufbau verschicken. Das ist auch ohne Bluetooth 5 möglich, allerdings ist die Datenmenge dabei auf 31 Byte pro Paket beschränkt. Durch die Vervielfachung der Datenmenge auf 279 Byte soll diese Technologie eine wichtigere Rolle einnehmen: Innerhalb von großen Gebäuden wie Flughäfen, Ämtern oder Universitäten lassen sich damit beispielsweise Navigationsdienste etablieren. Menschen mit Sehbehinderung könnten auf diese Weise Orientierungshilfen über das Smartphone erhalten. Man darf also gespannt sein, ob und wie die neuen Möglichkeiten zum Einsatz kommen werden.

Oldie but Goldie – Was mit Bluetooth Classic möglich ist

Im Audiobereich ändert sich mit der Einführung von Bluetooth 5 nichts Wesentliches. Und das muss es auch nicht: Die bestehenden Spezifikationen bieten bereits alle Voraussetzungen für drahtlosen Spitzen-Sound. Unsere Bluetooth-Lautsprecher liefern HiFi-Qualität mit satten Bässen und Mobilität. Durch den aptX-Codec erreichen die Portable Bluetooth Speaker dabei sogar CD-Qualität. Der Sound bleibt also garantiert nicht auf der Strecke.

 

Mute BT in der Hand
Mute BT – Kabelloser Noise-Cancelling-Kopfhörer

Fazit zu Bluetooth 5: neue Möglichkeiten zur Vernetzung der Umwelt

  • Die ersten Geräte mit Bluetooth 5 sollen Ende 2016 oder Anfang 2017 auf den Markt kommen.
  • Die neue Spezifikation soll höhere Übertragungsgeschwindigkeiten, Reichweiten und neue Übertragungsverfahren ermöglichen.
  • Die Neuerungen sind an den Anforderungen der Gerätevernetzung und dem Internet der Dinge orientiert.
  • Für die Übertragung von Audiodaten zur Musikwiedergabe ist die neue Spezifikation nicht geeignet.
  • Mit Bluetooth Broadcasting entstehen neue Möglichkeiten zur Navigation in Gebäuden.

Bluetooth Geräte von Teufel

Gebaut für besten Klang werden Bluetooth Lautsprecher von Teufel stets ein zuverlässiger Begleiter sein, wenn es auf guten Ton ankommt. Lieblingsmusik an jedem Ort zu spielbar zu machen, ist unser Antrieb.  Unsere mobilen Bluetooth Speaker sind In- sowie Outdoor einsatzbereit und sind auf Grund der robusten Bauweise stoßfest. Schauen Sie doch mal in unser Angebot.

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Titelbild: Bluetooth Logo

Was sich mit Bluetooth 5 ändert – und was nicht
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  1. Exponent
    22. Nov. 2017, 9:55

    Kleiner Rechenfehler im Text: Eine Erhöhung von 31 auf 279 bedeutet eine Verneunfachung, keine Verachtfachung.

    • Teufel Blog Redaktion

      Teufel Blog Redaktion
      04. Dec. 2017, 11:38

      Danke für den Hinweis!

  2. MiKu
    01. Jul. 2017, 16:55

    Schade. Dieser Artikel geht in keinster Weise über Rechtfertigung des Status Quo hinaus.
    Fragen nach kann man mit Bluetooth 5.0 bei A2DP ganz auf AptX Co- und Endcodierung verzichten da man CD-Qualität von flac und Apple- lossless Quellen in voller Signalbreite Streamen könnte?
    Sowieso ist es ein Irrglaube mit AptX eine hochkomprimierte mp3 oder aac Datei zurück auf CD-Qualität zu hieven.

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Teufel Blog Redaktion

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