Album Charts September 2017: Die Top 3 der ROCK HARD Richterskala (RH #364)

Exklusiv im Teufel Blog: Teufel präsentiert in Zusammenarbeit mit dem „Zentralorgan der Heavy-Metal-Fans“ (Spiegel), der Zeitschrift ROCK HARD, die Top 3 der ROCK HARD Richterskala. September 2017.

Gewinnspiel im September 2017: Teufel verlost die Top 3 Alben

Du willst eines der Top 3 Alben gewinnen? So gehts: Wähle aus den „Top 3 September“ Deinen Favoriten und schreib uns dazu einen Kommentar mit der Nennung des Favoriten unterhalb dieses Blogs.

Das Gewinnspiel endet am Sonntag, 24.September 2017, Mitternacht. Die Gewinner werden anschließend in den Kommentaren ausgewiesen und von uns benachrichtigt.

Das sind die > Teilnahmebedingungen (PDF)

P.S. Mehrfachnennungen und zu späte Einträge werden leider ignoriert. Viel Glück!!!

Platz 1 > ARCH ENEMY > Will To Power

Label: Century Media/Sony
Spiellänge: 51:00 min
Veröffentlichung: 08.09.2017

Rezension von Thomas Kupfer (ROCK HARD)
Seine Bewertung auf der Richterskala: 8,5

Die größte Leistung von Sängerin Alissa White-Gluz ist wohl die, dass sich das blauhaarige Energiebündel mit nur einem Album, dem 2014 erschienenen „War Eternal“, als Frontfrau etablierte und ihre Vorgängerin Angela Gossow nahezu vergessen machte.

Auf „Will To Power“, dem inzwischen elften Studioalbum im ARCH ENEMY-Kanon, wagt Frau White-Gluz nun den nächsten Schritt, experimentiert bei der Powerballade ´Reason To Believe´ mit Klargesang, den sie erstaunlich gut beherrscht, und zeigt sich auch sonst variabler als bei ihrem Einstand. Muss sie allerdings auch, denn was das schwedisch-amerikanisch-kanadische Joint Venture diesmal an songwriterischen Finessen ausgetüftelt hat, bezieht seine Einflüsse sowohl aus dem Extrem- als auch dem eher traditionellen Heavy Metal – und wildert ab und an sogar in Klassik-Gefilden. Was neben dem Musikgeschmack von Mastermind Michael Amott vor allen Dingen an den herausragenden Fähigkeiten seines kongenialen Sidekicks Jeff Loomis liegen dürfte, der sich scheinbar mühelos Weltklasse-Riffs und -Gitarrenharmonien aus dem Ärmel schüttelt.

Das Zusammenspiel der beiden Sixstringer deckt die gesamte Bandbreite von hart bis gefühlvoll sowie zwischen Thrash und klassischen Melodieführungen ab und dürfte von anderen Gitarristen-Duos der Szene genauestens beobachtet und analysiert werden. Besonders viele, die es ebenfalls schaffen, auf diesem technischen Niveau auch noch organisch zu klingen, gibt es ja nicht, aber die üblichen Verdächtigen müssen sich in Zukunft an der Kombination Amott/Loomis messen lassen.

 

Album Cover
Arch Enemy 04/2017

Platz 2 > THRESHOLD > Legends Of The Shires

Label: Nuclear Blast/Warner
Spiellänge: 82:45 min
Veröffentlichung: 08.09.2017

Rezension von Michael Rensen (ROCK HARD)
Seine Bewertung auf der Richterskala: 8

Im THRESHOLD-Interview in dieser Ausgabe sind sich alle Beteiligten wie selbstverständlich einig, dass ein Sängerwechsel bei den britischen Proggern kaum relevant für die Qualität ihrer Alben ist. Leider stimmt das nicht. Mit Damian Wilson und Andrew „Mac“ McDermott hatte man zwei Weltklasse-Frontmänner in seinen Reihen, gegen die Glynn Morgan noch nie anstinken konnte.

Sein erster Versuch auf „Psychedelicatessen“ (1994) war schon nicht sonderlich erfolgreich, und auch auf „Legends Of The Shires“ vermag er es trotz seiner technisch guten Hardrock-Stimme zu keinem Zeitpunkt mit seinen Vorgängern aufzunehmen. Morgans Vocals strahlen kaum Magie aus und lassen die Platte gewöhnlicher, stromlinienförmiger als die letzten beiden Wilson-Göttergaben klingen. Wo sonst der Gesang ein extrem wichtiger, brillant ins Gesamtgefüge eingebundener Bestandteil der Songs war, begnügt die Band sich jetzt mit einem etwas blässlichen AOR-Flair über den durchaus exzellenten instrumentalen Songfundamenten.

Kennt man die zahlreichen Meisterwerke im THRESHOLD-Katalog nicht, ist der neue Doppeldecker hochwertige Klangkunst, doch im historischen Kontext verdient leider nur eines an dieser Scheibe die volle Punktzahl: ihr wunderschönes Cover.

 

Album Cover – Threshold – Legends Of The Shires

 

Threshold

Platz 3 > PORTRAIT > Burn The World

Label: Metal Blade/Sony
Spiellänge: 46:42 min
Veröffentlichung: bereits erschienen

Rezension von Boris Kaiser (ROCK HARD)
Seine Bewertung auf der Richterskala: 8,5

Der Platz an der Seite von Gitarrist und Bandkopf Christian Lindell entwickelt sich ein bisschen zum Schleudersitz, nach Richard Lagergren und David Olofsson folgt nun Vampire-Klampfer Robin Holmberg als „partner in crime“, was vor allem deshalb verwundert, weil die doppelten Gitarren-Attacken bei PORTRAIT so wichtig sind wie bei kaum einer anderen Truppe.

Nun, geschadet es kaum, auch auf Album Nummer vier kredenzen die Schweden ein hochkonzentriertes Destillat, das wie schon auf den zumindest letzten beiden Drehern nicht nebenbei zu schlucken ist, sondern höchste Aufmerksamkeit erfordert. Wenn Attic (lese an anderer Stelle auf diesen Seiten) King Diamond solo sind, stellen PORTRAIT nach wie vor ´ne frische Mercyful-Fate-Version dar, aber man sollte diese Vergleiche eh nicht überbewerten, denn dieser ganz eigene, in seiner Atmosphäre manchmal fast black-metallische Heavy-Metal-Stil ist im Laufe der Jahre ja sowieso zu einer eigenen Schublade geworden – die PORTRAIT wiederum seit ihrem Debüt mitgezimmert haben.

Vielleicht hatten „Crimen Laesae Majestatis Divinae“ und das etwas untergegangene, superbe „Crossroads“ alles in allem die noch zwingenderen Kompositionen an Bord; „Burn The World“ mit Höhepunkten wie ´Likfassna´, ´Martyrs´ oder dem Neun-Minuten-Rauswerfer ´Pure Of Heart´ als absolutes Pflichtalbum für Fans „ernster“ Sounds zu bezeichnen, ist aber keine Übertreibung und auch nicht meinem Fanboy-Dasein geschuldet, sondern letzten Endes nur logische Konsequenz. Dieses Album wird auch noch in fünf Jahren, in zehn Jahren, in 20 Jahren auf den Teller wandern!

 

 

Album Cover

 

Bandfoto

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Das Teufel-Blogteam wünscht allen Metal-Fans ein bassiges Happy Headbanging !!!

 

About: Richterskala

Für die Richterskala hören elf ROCK-HARD-Experten die neuesten Platten ab und bewerten diese jeder für sich von 1 (mies) bis 10 (Spitze). Die Summe gibt die Stärke des Schwermetalls auf der Richterskala an. Geballte Expertise hoch 11

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Billder (alle anderen) : publiziert mit freundlicher Genehmigung von ROCK HARD

Album Charts September 2017: Die Top 3 der ROCK HARD Richterskala (RH #364)

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  1. Willy Dirks
    24. Sep. 2017, 9:25

    PORTRAIT Burn The World ist mein Favorit. Musik ist geil. Hardrock vom feinsten und der Titel paßt gut zur aktuellen Weltlage.

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Teufel Blog Redaktion

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