Album Charts Juli 2017: Die Top 3 der ROCK HARD Richterskala (RH #362)

Exclusiv im Teufel Blog: Teufel präsentiert in Zusammenarbeit mit dem „Zentralorgan der Heavy-Metal-Fans“ (Spiegel), der Zeitschrift ROCK HARD, die Top 3 der ROCK HARD Richterskala.

Platz 1 > ICED EARTH > Incorruptible

Label: Century Media/Sony
Spiellänge: 54:11
Veröffentlichung: bereits erschienen

Rezension von Holger Stratmann (ROCK HARD)
Seine Bewertung auf der Richterskala: 8

Jon Schaffer ist ganz sicher einer der besten Songwriter der zeitgenössischen Metalszene, den Abstand auf seine Vorbilder Priest und Maiden haben ICED EARTH trotz des guten Karrierestarts aber nie verringern können. An der starken Stimme des derzeitigen Sängers Stu Block liegt das kein bisschen, sein Timbre rettet auch auf „Incorruptible“ einiges. Die Kernfrage, die mich beim Anhören von „Incorruptible“ umtreibt, ist, ob sich Schaffer einen Gefallen damit getan hat, nun auch noch die Produktion mithilfe eines Toningenieurs in seinem eigenen Studio anzuleiten.

So verständlich es auch ist, dass Musiker heute auf ihren eigenen Füßen stehen müssen, vermisse ich auf dem Album vor allem das Bandfeeling, das die großen Genre-Klassiker (zum Teil auch die von ICED EARTH) angetrieben hat. „Incorruptible“ klingt ziemlich eindeutig nach einer One-Man-Show. Präzise, aber trotz des guten Sounds auch ein bisschen steril und von Perfektionsdrang getrieben. Das ist schade, denn Schaffer hat hier mit ´Great Heathen Army´ und ´Clear The Way (December 13th 1862)´ einige seiner besten Schlachthymnen überhaupt abgeliefert.

Vor allem letztere markiert einen künftigen Genre-Klassiker, den Maiden nicht besser komponiert hätten. Zwischen diesen beiden Album-Polen geht es kompakter zur Sache. ´Black Flag´, ´Defiance´ und ´The Veil´ bestechen mit starken Gesangsmelodien von Block, das harte ´Seven Headed Whore´ mit knackigen Gitarrenbreaks. Derlei Emotionen hätte man gerne in allen Bereichen der Platte gehört. Die (wenigen) balladesken Teile klingen allerdings genauso gefühllos wie das Quasi-Instrumental ´Ghost Dance (Awaken The Ancestors)´. Eine gute Platte, bei der – trotz des „Album des Monats“-Titels – leider Potenzial verschenkt wurde.

 

Album Cover

 

 

Bandfoto

 

Platz 2 > STONE SOUR > Hydrograd

Label: Roadrunner/Warner
Spiellänge: 65:37 min
Veröffentlichung: 30.06.2017

Rezension von Thomas Kupfer (ROCK HARD)
Seine Bewertung auf der Richterskala: 8

Hat uns STONE SOUR-Mainman Corey Taylor tatsächlich jahrelang an der Nase herumgeführt und rückt jetzt mit dem wirklichen Masterplan heraus? Seine Interviewaussage, man sei keine Metalband, die Rock zocke, sondern eine Hardrock-Band, die alles spiele, kann man nach mehrfacher Einfuhr von „Hydrograd“ getrost als Nebelkerze, als Ringen um die stilistische Deutungshoheit, wie die eigene Musik zu kategorisieren ist, verstehen. Fans sollten sich trotzdem nicht irritieren lassen, denn natürlich variiert die Band ihr bisheriges Erfolgsrezept auch diesmal nur um Nuancen.

Alles andere wäre ja auch ziemlich sinnentleert, wenn man sich vor Augen führt, dass Corey Taylor mit Josh Rand einen kongenialen Songwriting-Sidekick und exzellenten Gitarristen neben sich weiß. Der mittlerweile sechste Longplayer im Bandkanon fährt eine sinnige Mischung aus Hart (´Fabuless´, ´Whiplash Pants´ oder ´Somebody Stole My Eyes´) und, nun ja, Semizart auf, setzt aber trotz der genannten Härtner-Eruptionen vorrangig auf (Hard-)Rock-Songs mit eingängigen Melodylines und Refrains, die im Club genauso gut wie im Stadion funktionieren dürften.

Und zum Abschluss spendieren Mr. Taylor & Co. den Mädels (oder wem auch immer…) unter ihren Hörern mit ´When The Fever Broke´ noch eine schöne, kitschfreie Ballade. Läuft für STONE SOUR.

 

Album Cover

 

Bandfoto

Platz 3 > BLOODCLOT > Up In Arms

Label: Metal Blade/Sony
Spiellänge: 29:12 min
Veröffentlichung: 14.07.2017

Rezension von Matthias Mader (ROCK HARD)
Seine Bewertung auf der Richterskala: 9

BLOODCLOT ist John Joseph, Stimme, Gehirn und Seele der Cro-Mags. Schon der 2008 komplett in Eigenregie publizierte Erstling „Burn Babylon Burn“ war eine Bombe (wenn auch mit leichtem Nu-Metal-Einschlag). „Up In Arms“ ist noch eine Klasse besser: kämpferisch-spiritueller Krishna-Core der allerbesten Sorte („We´re gonna sound the alarm, it´s we the people, we´re up in arms“).

Großen Anteil am Gelingen der Platte hat Gitarrist und Szene-Urgestein Todd Youth (ehemals Murphy´s Law), der Joseph die zwölf durchweg hochkarätigen Songs auf den Leib geschneidert hat. Gesanglich gibt sich der Frontmann mit zunehmender Zeit immer weniger Mühe, zu kaschieren, wie bedingungslos er die Bad Brains anbetet (´Siva/Rudra´ mit seinem sakralen Chorus hätte wohl auch auf „I Against I“ einen Ehrenplatz bekommen).

Keine Ahnung, auf welch verschlungenen Wegen „Up In Arms“ zu Metal Blade gefunden hat, aber so mangelt es eben auch nicht an der Produktion: Zeuss hat u.a. mit Hatebreed bewiesen, dass er weiß, wie Hardcore zu klingen hat. Ohne Übertreibung: „Up In Arms“ steckt sogar die beiden Cro-Mags-Klassiker „The Age Of Quarrel“ und „Best Wishes“ in die Tasche. Ein nahezu makelloses Album. „Soldiers of the new Babylon – bring forth the light!“

 

Albumcover

 

Bandfoto

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Für die Richterskala hören elf ROCK-HARD-Experten die neuesten Platten ab und bewerten diese jeder für sich von 1 (mies) bis 10 (Spitze). Die Summe gibt die Stärke des Schwermetalls auf der Richterskala an. Geballte Expertise hoch 11

Gewinnspiel: Teufel verlost die Top 3 Alben Juli 2017 (beendet)

Das Gewinnspiel Juli 2017 ist beendet. Die Gewinner sind in den Kommentaren ausgewiesen. Herzlichen Glückwunsch!

Das waren die > Teilnahmebedingungen (PDF)

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Billder (alle anderen) : publiziert mit freundlicher Genehmigung von ROCK HARD

Album Charts Juli 2017: Die Top 3 der ROCK HARD Richterskala (RH #362)
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  1. Victoria
    14. Jul. 2017, 19:11

    Stone Sour, Hydrograd ist einfach genial <3 Tolle Verlosung und ein schöner Gewinn Ich würde mich riesig über den Gewinn freuen . Deshalb versuche ich mein Glück und hoffe, die Glücksfee ist nun auch mal auf MEINER SEITE . Allen anderen wünsche ich trotzdem auch – VIEL GLÜCK

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Teufel Blog Redaktion

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