Album Charts August 2017: Die Top 3 der ROCK HARD Richterskala (RH #363)

Exklusiv im Teufel Blog: Teufel präsentiert in Zusammenarbeit mit dem „Zentralorgan der Heavy-Metal-Fans“ (Spiegel), der Zeitschrift ROCK HARD, die Top 3 der ROCK HARD Richterskala. August 2017.

Achtung: Wegen Punktgleichheit wurde der 2.Platz doppelt vergeben.

Platz 1 > ACCEPT > The Rise Of Chaos

Label: Nuclear Blast/Warner
Spiellänge: 46:27 min
Veröffentlichung: 04.08.2017

Rezension von Holger Stratmann (ROCK HARD)
Seine Bewertung auf der Richterskala: 9,5

Unser Chef-Kaiser wagte sich als Erster aus der Deckung: „Das beste Album der Tornillo-Ära!“ Kann sein. Es gipfelt allerdings in Erbsenzählerei, „The Rise Of Chaos“ mit dem fulminanten Comeback-Album „Blood Of The Nations“ oder der gut austarierten „Blind Rage“-Scheibe vergleichen zu wollen. Die Unterschiede sind marginal, aber besprechen wir das Album doch der Reihe nach.

´Die By The Sword´ ist für die kommenden Shows sicher gesetzt, denn die Nummer sprüht vor Live-Esprit. Wer immer sich diesen spannenden Chorus mit dem eingebetteten „Hohoho“ ausgedacht hat, darf sich die Medaille als bester Profi-Metal-Komponist des Jahres 2017 umhängen. Ein wesentlich besserer Auftakt als das stumpfe ´Stampede´ vom Vorgänger. Dagegen spricht mich der Refrain von ´Hole In The Head´ seltsamerweise kaum an. ´The Rise Of Chaos´ ist hingegen der ideale harte Traditions-Metal-Song. Marks vibrierende Stimmbänder und das erstklassige Zusammenspiel zwischen Solo- und Rhythmusgitarre (eine Eigenschaft, auf die Judas Priest mal fast ein Patent hielten, die Wolf aber auf diesem Album des Öfteren in höhere Sphären führt) sind allein ein Kaufgrund. Die Hits kommen aber jetzt erst. ´Koolaid´ enthält die klassischen ACCEPT-Beats, auch wenn AC/DC hier vielleicht mal in grauer Vorzeit Vorbild waren. Hört man immer wieder gerne, genauso wie die ´Balls To The Wall´-Hommage ´Analog Man´, die durch einen selbstironischen, wirklich mal witzigen Unterton in den Texten glänzt. Dazwischen pulsiert die Doublebass-Nummer ´No Regrets´, die sich auch mal locker macht. Oft sind es Details, die ACCEPT vom Gros der Konkurrenz abheben.

Eine kleine Melodie, ein dynamisches Arrangement oder die stets klar verständlichen Sprechchöre, die man auf der ganzen Welt mitsingen kann. So strahlt der Gesang in ´What´s Done Is Done´ eine ungeheure Lässigkeit aus, wo andere Shouter die Nummer kaputtgekreischt hätten. Nachwuchsbands täten gut daran, diese Platte mal genauer zu analysieren. Der einzige Wermutstropfen ist, dass ACCEPT das Ende der Platte nicht ideal ausspielen, der krönende Abschluss fehlt, obwohl ´Worlds Colliding´ (gut), ´Carry The Weight´ (schnelle Nummer mit lockerer, getragener Melodie) und ´Race To Extinction´ (harte Qualität) unzweifelhaft Höhepunkte auf den Platten anderer Bands wären. Vielleicht ist der Mittelteil der Platte auch einfach zu stark. Erbsenzählerei halt. Erstaunlich ist auf „The Rise Of Chaos“ nicht nur das Songwriting-Niveau, sondern dass man ganz nebenbei noch einen No-Name-Schlagzeuger einführt, der so spielt, als sei er schon immer bei ACCEPT gewesen, und darüber hinaus als agiler Antreiber fungiert. Großes Kino aller Beteiligten: Keine Band macht zur Zeit bessere Heavy-Metal-Alben als ACCEPT!

Album Cover
Die Band

Platz 2 > RAGE > Seasons Of The Black

Label: Nuclear Blast/Warner
Spiellänge: 51:51 min
Veröffentlichung: bereits erschienen

Rezension von Alexandra Michels (ROCK HARD)
Ihre Bewertung auf der Richterskala: 9

Kaum mehr als ein Jahr nach „The Devil Strikes Again“ hauen uns RAGE den Nachfolger „Seasons Of The Black“ um die Ohren. Die Richtung des Vorgängers setzen Peavy, Marcos und Lucky konsequent fort. Sprich: Es wird gern mal thrashiger und ohne viel Pipapo losgepoltert (´Season Of The Black´). Trotzdem kommen feinste Hooklines und Instrumental-Parts keineswegs zu kurz, nur werden sie auf dieser Scheibe songdienlich und nicht um ihrer selbst willen eingesetzt.

Bestes Beispiel: die Midtempo-Nummer ´Serpents In Disguise´. Herzstück der Platte ist der Binnen-Konzeptvierteiler „The Tragedy Of Man“, der von harmonischer Idylle bis hin zu brachialer Gewalt reicht und mit ´Justify´ einen höchst hartnäckigen Ohrwurm enthält. Hungrig, begeistert und kreativ präsentieren sich RAGE dieser Tage, daher ist „Schwarz“ ab sofort sicher nicht nur meine liebste Jahreszeit.

 

 

Album Cover

 

Bandfoto

Platz 2 > TAU CROSS > Pillar Of Fire

Label: Relapse/Rough Trade
Spiellänge: 50:29 min
Veröffentlichung: bereits erschienen

Rezension von Boris Kaiser (ROCK HARD)
Seine Bewertung auf der Richterskala: 9

Ich gehe in Sack und Asche, ich habe das selbstbetitelte 2015er Debüt dieser Kollaboration von u.a. Amebix-Fronter Rob Miller und Voivod-Drummer Away, damals von mir als eine Art ungewaschener „Angel Rat“-Sound und „Crust-Pop“ mit Wave- und Post-Punk-Geschmäckle bezeichnet, mit acht Punkten tendenziell unterbewertet, im Nachhinein hätte ich mindestens einen halben Zähler mehr gegeben, das Ding wollte einfach nicht mehr aus dem Player verschwinden.

Das heißt aber nicht, dass die Neun, die jetzt unter diesem Review steht, schöngerechnet ist, denn auch „Pillar Of Fire“ reüssiert über Maßen mit dieser typisch schepprigen Rockigkeit inklusive eines schwer englischen Achtziger-Gitarrensounds, die nicht nur unseren Hacky stante pede in den Tanzmodus versetzt – und wir reden hier nicht von zurückhaltendem Shoegazing, Freunde! Dazu kommt, dass TAU CROSS das Hit-Feuer des Erstlings (´Lazarus´, ´Hangman´s Hyll´, ´The Lie´!) mit auf den Punkt kommenden Melancholie-Meisterwerken wie den schlicht brillanten ´Bread And Circuses´, ´On The Water´ und ´A White Horse´ sowie kaum Abfallendem wie ´Killing The King´, ´RFID´ und ´Seven Wheels´ nicht nur wiederholen, sondern in allen Schwarz- und Weiß- und Grau-Schattierungen ausbauen, als hätten sie sich einen manisch-depressiven Pyrotechniker in die Band geholt. Dazu die, nun ja, Balladen: Letztes Mal noch ein wenig unauffällig, zerreißt einen Stoff wie der Titeltrack oder ´The Big House´ diesmal endgültig das Herz.

Klischee hin oder her: Musik wie diese, so unprätentiös wie wahrhaftig, können nur erwachsene Männer spielen, die in ihren Leben bereits mehr gesehen haben, als sie hätten sehen sollen.

 

Album Cover

 

Bandfoto

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zu weiteren Infos

Das Teufel-Blogteam wünscht allen Metal-Fans ein bassiges Happy Headbanging !!!

Gewinnspiel im August 2017: Teufel verloste die Top 3 Alben

Das Gewinnspiel endete am 18. August 2017. Die Gewinner sind in den Kommentaren ausgewiesen.

Das waren die > Teilnahmebedingungen (PDF)

P.S. Mehrfachnennungen und zu späte Einträge wurden ignoriert.

About: Richterskala

Für die Richterskala hören elf ROCK-HARD-Experten die neuesten Platten ab und bewerten diese jeder für sich von 1 (mies) bis 10 (Spitze). Die Summe gibt die Stärke des Schwermetalls auf der Richterskala an. Geballte Expertise hoch 11

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Produktbild Ultima 40 Aktiv: Teufel
Billder (alle anderen) : publiziert mit freundlicher Genehmigung von ROCK HARD

Album Charts August 2017: Die Top 3 der ROCK HARD Richterskala (RH #363)
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  2. Gabriel
    18. Aug. 2017, 19:43

    ACCEPT „The Rise Of Chaos“ hat mich geflashed. Kann ich mich immer wieder dran erfreuen.

    • Teufel Blog Redaktion

      Teufel Blog Redaktion
      21. Aug. 2017, 11:04

      Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Albums!!! Weitere Infos zum Versand folgen per Email.

      Dein Teufel Blog Team

  3. Victoria Landgraf
    18. Aug. 2017, 19:42

    Rage – Season of the Black <3 Tolle Verlosung und ein schöner Gewinn Ich würde mich riesig über den Gewinn freuen . Deshalb versuche ich mein Glück und hoffe, die Glücksfee ist nun auch mal auf MEINER SEITE . Allen anderen wünsche ich trotzdem auch – VIEL GLÜCK

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